Google hat 70% aller manipulierten Firmenprofile in den Maps gelöscht

Wie ärgerlich, wie ärgerlich – zumindest für Unternehmen, die kettenbriefartig die Google-Maps über Jahre hinweg mit nicht realen Einträgen vollgestopft haben. Ohne den Wert von Schlüsseldiensten und Rohrreinigern zu schmälern, fallen diese Branchen doch seit Anbeginn von Branchenbüchern- und portalen mit ihren AAA-111-Best-Schlüsseldienst-in-Town-Einträgen auf. So gerne wie Branchenauskünfte vor Jahren viel Geld von Jedermann nahmen und die gerufenen Geister dann nur schwerlich los wurden, so konsequent verfolgt Google im Interesse des Nutzers die altbewährte römische Strategie von „teile & herrsche“.

Keeping fake listings off Google Maps - idia marketing blogGoogle selber sagt über dieses Verhalten: „Schlosser, Klempner, Elektriker…waren die häufigste Quelle des Missbrauchs “ und nannte die Zahl „2 von 5 gefälschten Einträgen“. Weiterhin schreibt Google in seinem Artikel des Security Google-Blog, wie  genau die Übeltäter dabei vorgingen: „…nicht vorhandene Postadressen, irrelevante Adressen, Einweg-VoIP-Telefonnummern, auch gefakte Buchungen und Bewertungen von Restaurants und Hotels. Letzteres gehört übrigens zum so genannten Black-Hat-SEO, da hier bewusst versucht wurde, die Suchmaschine mit gefälschtem Nutzerverhalten über des Vertrauen des Verbrauchers gegenüber einem Unternehmen zu betrügen. Und genau das ist eines der wichtigsten Bewertungskriterien in Sachen SEO.

Warum sind Google My Business – Einträge so heiß begehrt?

Für Unternehmen ist der Google-eigene Firmeneintrag ein Garant für die lokale Neukundengewinnung. Gut gepflegte Profile mit mehreren positiven Bewertungen, Beiträgen und ansprechenden Fotos können einen der drei oberen Plätze im lokalen Suchergebnis ergattern – und zwar über dem „normalen“ Suchergebnis mit Webseiten!

Google My Business Einträge sind kostenfrei für Unternehmen, müssen aber eine für den Publikumsverkehr zugängliche Adresse und eine Möglichkeit zur Beratung sowie Öffnungszeiten verfügen, um in die Maps eingetragen werden zu können. Warum das so spannend ist? Weil 80% der Internetnutzer mobil nach einem Anbieter in ihrer Nähe suchen. Mit dem Handy. Mit dem Handy, auf denen die Google-Maps vorinstalliert sind. Also fast allen. Und Google möchte diese Nutzer gerne langfristig behalten und verhindern, dass Sie andere Systeme wie z.B. Safari oder Bing zur (lokalen) Suche nutzen.

Aber das nur am Rande.

Google My business Eintrag in Maps - iDIA Marketing Blogbeitrag

Googles Frühjahrsputz begann bereits Ende 2015, als Google-Mitarbeiter und ein Team der University of California in San Diego das Verhalten der Inhaber manipulierter Firmeneinträge untersuchten. Das Ergebnis wurde gestern auf der Word Wide Web Conference veröffentlicht.

Wie gelang es Google, die gefälschten Einträge zu identifizieren?

Bereits vor der Veröffentlichung von gewerblichen Einträgen – den Google My Business -Profilen – prüft Google die vom Unternehmen eingetragenen Daten. Kein Eintrag wird veröffentlicht, ohne dass die Verifizierung per Postkarte durchgeführt wird. Bei der Änderung des Eigentümers prüft Google die geänderte Telefonnummer per automatischen Anrufen. Aber auch dieses Vorgehen kann missbraucht werden, so dass Google Auffälligkeiten in der Benutzung prüft. So fallen zum Beispiel Firmen aus dem Rahmen, die Filialen in ungewöhnlich weit entfernten Regionen eintragen oder mit übermäßig gefüllten Textblöcken eine Verwirrung des Google-Algorithmus  hervorrufen wollen.

Das Ergebnis der Maps-Bereinigung

  • Laut Google-Bericht werden bereits 85% der manipulierten Einträge vor dem Eintrag in die Maps heraus gefiltert.
  • Gegenüber einem 2015 festgelegten Spitzenwert wurde die Zahl der Fake-Profile um 70% verringert
  • Parallel dazu konnte die Anzahl der Seitenaufrufe falscher Profile um 70% verringert werden. Bedeutet: 70% weniger Google-Nutzer sind verärgert über nicht vorhandene Geschäfte und falsche Angaben zu Dienstleistungen.

Mit weiteren Maßnahmen und der ständigen Verbesserung des Systems will es Google gelingen, den Missbrauch von Firmenprofilen in der Zukunft weiter einzuschränken. Ich habe keinen Zweifel daran, dass dies auch gelingen wird. Neben den vielen nachgesteuerten Verbesserungen ist Madame Suchmaschine längst auf dem Weg zu einer künstlichen Intelligenz. Sie kann also logische Erkenntnisse und menschliche Verhaltensmuster sammeln und mit schon vorhandenem Details und Prozessen verknüpfen.

So ist es für einige Anbieter die längste Zeit gang und gäbe gewesen, für Kunden einfach neue (doppelte)  Google My Business-Profile zu erstellen oder – noch schlimmer – die Inhaberschaft zu beantragen, um den Eintrag zu bearbeiten. Wie Sie Ihrem Dienstleister die Administration Ihres Firmeneintrages auf richtige Weise übertragen, sehen Sie hier.

Bei Fragen – immer gerne 😉 0176 – 80522670 mein Kontaktformular oder info@idia-marketing.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s